Mein Schiff " Pacific Link"

Sonntag, 8. April 2012

Gruss aus der Oase Khiva

8. April 2012: Sonntag Nachmittag in Khiva (Usbekistan).
Das ist die Stadt, wo sie noch vor 100 Jahren unerwünschte Besucher vom höchsten Minarett geworfen haben, und wo der grösste Sklavenmarkt von ganz Zentralasien war. Das ist Geschichte.
Khiva liegt nicht mehr in der Wüste. Rund herum wird jetzt Baumwolle angebaut, und der Aralsee trocknet so weiter aus. Und in Khiva herrscht jetzt usbekische Ordnung, die Polizei steht dafür da.
Gewaltige Mauern umschliessen die Altstadt. Paläste, Moscheen und Minarette ragen zwischen den kleinen Wohnbauten aus Lehm in den Himmel. Die Jahrhunderte scheinen an den Bauten spurlos vorüber gegangen zu sein.
Die vielen Touris am Sonntag sind fast alles Usbeken, freundlich, meist modern angezogen, die Frauen schön oder einmal schön gewesen. Und sogar die Souvenirstände finde ich passend. Heute noch eine Stadt zum Geniessen.
Die Fahrt von Taschkent bis hierher hat immerhin gut 23 Stunden gedauert. Im usbekischen Schlafwagenzug ging es durch trockene und endlose Wüsten. Langsam lernen wir das Zugfahren.
Vorher waren wir schon im Moskau, wo immer noch Winter herrscht. Warme Kleider, Handschuhe und Kappe halfen mir. Davon später einmal.
Und dann kam Taschkent, eine Zweimillionenstadt mit Metro, vielen freundlichen Polizeikontrollen und einem Regierungsviertel mit gigantischen Marmorpalästen. Da war schon angenehmer Frühling. Auch darüber später mal.

Keine Kommentare: